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Netzwerk oder Autarkie?

Veröffentlicht am 07.07.2020

Die Gemeinschaft, die wir uns vorstellen, ist Knotenpunkt eines lebendigen sozialen und ökonomischen Netzwerks. Sie ist Teil eines Ökosystems von...

Die Gemeinschaft, die wir uns vorstellen, ist Knotenpunkt eines lebendigen sozialen und ökonomischen Netzwerks. Sie ist Teil eines Ökosystems von Menschen, Gemeinschaften, Organisationen, Vereinen und Unternehmen. Sie ist partnerschaftlich verknüpft mit der Gesellschaft, in der sie eingebettet ist. Wir möchten unser Leben nicht als "anders" oder "alternativ" definieren. Obwohl es das wahrscheinlich aus so mancher Perspektive durchaus ist. Das Dorf Auterwitz vom Feld aus gesehen. Spaziergang im Februar 2020Das Dorf Auterwitz vom Feld aus gesehen. Spaziergang im Februar 2020
Unser Ziel ist nicht, uns zu unterscheiden von dem, was "normal" ist, oder von "dem System". Den wir selbst sind zum Teil normal, und nehmen an diversen Systemen teil. Mehr oder weniger aktiv, und mehr oder weniger formend. Mehr und mehr bewusst und freiwillig.
Wir sind Mitglieder in diversen Vereinen der Umgebung und möchten uns auch so für eine sich entwickelnde Welt einbringen. Wir sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wir zahlen Steuern und empfinden auch das als einen Beitrag zum großenGebogene WeidenrutenGebogene Weidenruten Ganzen. Derzeit sind wir Eigentümer von Grund- und Boden des Mattheshofs, aber wir sehen uns diesen Teil Welt nur zeitweilig anvertraut zur Pflege und zur Nutzung.
Wir erkundigen uns, was es in der Region schon gibt an Initiativen, Gemeinschaften und Unternehmen. Wir versuchen, gute Kontakte zu knüpfen, und zu unterstützen, was wir unterstützen können und für gut und sinnvoll halten. Wir geben uns Mühe, uns fair und nutzbringend zu verhalten. Bislang unterstützen wir mit unserem Engagement die freien Schulen in Riesa und Schweta, der Verein "Lommatzscher Pflege", den Verein "Offene Werkstatt Jahnishausen" und die Lions in Riesa.
Unsere Lebensmittel beziehen wir zu einem guten Teil vom nahen Auenhof, der ökologischen Landbau betreibt, und immer freitags die Biokiste liefert. Den Rest der Lebensmittel kaufen wir in Supermärkten oder bei Gelegenheit im Bioladen in Döbeln.
Im Dorf werden Lebensmittel wie Eier, Obst, Brot oder Eingemachtes verschenkt und getauscht. Von Juni bis Herbst kann man die Obstbäume an den Alleen rings um Auterwitz beernten und Kirschen, Pflaumen, Mirabellen, Birnen und Äpfel einkochen. Walnüsse und Wildkräuter sammeln nach Herzenslust.
Die Kirschallee im Februar 2020Die Kirschallee im Februar 2020Viele Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, in eine Gemeinschaft zu gehen, erzählen, dass sie möglichst autark leben wollen. Sie wollen Selbstversorger sein, und möglichst unabhängig werden von staatlichen und privatwirtschaftlichen Systemen. Bislang ist unser Eindruck, dass wir gerade da, wo wir mit unseren Gedanken und unserer Gemeinschaftserfahrung einfach authentisch am allgemeinen Leben teilnehmen, auf gute Weise wirksam sind. Wir grenzen uns bewusst nicht ab. Wir gehen nicht davon aus, dass wir auf besondere Art verstanden haben, was richtig sei, dass wir bessere oder auch nur besonders gute Menschen wären. Wir glauben nicht, dass jede und jeder in Gemeinschaft leben muss, damit die Welt besser wird. Aber wir glauben, dass Gemeinschaften einen wichtigen Beitrag leisten können. Als Raum für Experimente und die Erforschung neu entstehender Gedanken und Verbindungen unter den Menschen. Als Raum, in dem Menschen sich ausprobieren können. Scheitern und wieder aufstehen, nachsinnen und dann das Nächste ausprobieren.

Jahresplanung 2020

 

Veranstaltungen auf dem Mattheshof und in Auterwitz

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